Reliquien

Als große geistige Schätze werden im Kloster die Reliquien mehrerer Heiliger aufbewahrt. Am Festtag eines dieser Heiligen wird gegen Ende des Morgengottesdienstes der Schrein mit seinen heiligen Gebeinen aus dem Allerheiligsten in den inneren Tempel getragen und von den Mönchen und den anwesenden Gläubigen verehrt.

An großen Heiltümern sind zu erwähnen: Teile der hl. Gebeine des hl. Apostels Bartholomäus, des hl. Justin des Martyrers und des hl. Kriegers Merkurios. Diese wurden einst von den deutschen Kaisern Ludwig (9. Jh.) und Otto II. (10.Jh.) der damaligen Reichsabtei Corvey übergeben und ruhen dort seit nunmehr über 1000 Jahren. Durch göttliche Fügung wurden im Jahre des Herrn 2006 Teile davon den Vätern des heiligen Dreifaltigkeitsklosters übergeben und werden seither hier verehrt und in Ehren gehalten.

Des Weiteren sind die Reliquien des hl. Alexander von Rom und der unschuldig hingemordeten Kinder von Bethlehem zu nennen, die vom Heiligen Synod der bulgarischen orthodoxen Kirche dem Dreifaltigkeitskloster anlässlich der Weihe der Krypta durch Seine Eminenz Metropolit Symeon von West- und Mitteleuropa im Jahre des Herrn 1996 übergeben wurden.

Von befreundeten orthodoxen Klöstern stammen die Reliquien des hl. Mönchsvaters Columban, des hl. Martyrers Vitus und des hl. Martyrers Auxentios. Schließlich seien die Reliquien der heiligen äbte Liudolf und Druthmar von Corvey genannt, die ebenfalls aus der ehemaligen Reichsabtei stammen.

Am Hochfest Allerheiligen werden im Anschluss an die göttliche Liturgie alle Heiltümer gemeinsam im Allerheiligenschrein in einer Prozession um das Kloster getragen.